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Unternehmenskultur: Ein Kampf über drei Runden!

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Warum der Erfolg vieler deutscher Unternehmen befristet ist!
  • Warum Unternehmenskultur sportliche Herausforderungen schafft!
  • Mit welchen Ansätzen Ihr Business vom Boxsport profitiert!

Vorgeschichte

In 2016 hatte ich das Glück, einen Vortrag von Henry Maske zu hören und ein paar Worte mit Ihm zu wechseln. Ich bin keine Boxprofi und ich möchte auch keiner werden. Ein paar Parallelen konnte ich nach unserem Gespräch dennoch ziehen. Herausgekommen ist ein Kampf für mehr Unternehmenskultur über drei Runden. Aber, lesen Sie selbst:

Gong – Ring frei zur ersten Runde:


Der Erfolg vieler deutscher Unternehmen ist befristet!

Im Moment geht es vielen deutschen Unternehmen wirklich sehr gut. Sehen wir aber mal genauer hin, dann stellen wir sehr schnell fest, dass dieser Erfolg am seidenen Faden hängt. Wie lange benötigen wir noch Autos mit Verbrennungsmotoren? Wieso hängen die deutschen Unternehmen lt. Frank Thelen in Sachen Digitalisierung so weit zurück (Quelle: WIRED)?

Diese Fragen wiederum führen uns zu einem ganz anderen Thema: Wie gut ist es in deutschen Unternehmen mit der Unternehmenskultur bestellt?

Ihnen fehlt Kontext? Kommt: Stellen Sie sich doch einmal die Frage, ob es zu dem VW-Skandal gekommen wäre, wenn die Unternehmenskultur von VW offen und von visionärem Geist geprägt gewesen wäre. Überholte und verdreckte Dieseltechnologie mit manipulativen Tricks zu „Saubermännern“ transformieren? Das ist (zum Glück) kräftig in die Hose gegangen. Visionär wäre gewesen, mutig in die E-Mobilität zu investieren. Eine starke Unternehmenskultur hätte erlaubt, dass sich die Riege der VW-Ingenieure (die es hätte besser wissen müssen) erhebt und die Absurdität des Vorhabens zum Thema gemacht hätte. Das ist aber nicht passiert. Die Entscheidungen sind in den Vorstandsetagen gefallen. So genau weiß ich das natürlich nicht und meine Ausführungen sind daher auch nur spekulativ. Fakt ist aber: Deutschen Unternehmen fehlt es oft an Visionskraft. Unternehmen konzentrieren sich auf die Wahrung des Erreichten und des Besitzstandes und investieren zu wenig und zu halbherzig in neue Ideen.

Und hier setzt meine These an: „Der Erfolg deutscher Unternehmen hängt maßgeblich von mutigen Mitarbeitern und einer funktionierenden Unternehmenskultur ab.“

Gong – Ring frei zur zweiten Runde:


Unternehmenskultur schafft sportliche Herausforderungen!

Jeder sechste Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt. Das behaupte zumindest der Engagement Index Deutschland des Gallup-Instituts (Quelle: Spiegel Online). Was hat das mit Ihrem Unternehmenserfolg zu tun. Ein schlecht gelaunter Mitarbeiter macht doch dem Umsatzwachstum nichts aus, oder? Falsch! Weiter heißt es, dass die Schäden für schlechte Personalführung in die Milliarden gehen. Aber es geht noch weiter: Betrachten Sie Ihr Unternehmen und die Dynamik in den kleineren Gruppen Ihres Unternehmens (Teams, Abteilungen etc.), dann stellen Sie sehr schnell fest, dass diese 17%, die innerlich schon die Kündigung ausgestellt haben Strahlkraft haben. Motivierte Mitarbeiter werden angesteckt. Die Folge: Ihre Unternehmensziele werden – wenn überhaupt – nur noch halbherzig verfolgt.

Sind die sportlichen Herausforderungen für Ihre Mitarbeiter interessant genug? Sind Ihre Ziele noch nachvollziehbar. Wenn nicht, dann erkennen Sie dies daran, dass sich Mitarbeiter eigene „Spiele“ ausdenken und eigene „Ziele“ verfolgen.

Auch hier gilt: Unternehmenskultur stellt die Balance wieder her. Der Umgang miteinander, die Bewertung neuer Idee, die ins Team eingebracht werden und die Positionen der einzelnen Akteure finden im Rahmen einer guten Unternehmenskultur gehör. Es wird ein gemeinsames Spiel formuliert. Transparenz und das Einbringen der eigenen Talente wird gefördert. So entsteht Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenswachstum – nachhaltig. Sie fragen sich, was das mit Boxen zu tun hat. Es folgen die Antworten.

Gong – Ring frei zur dritten und letzten Runde:

Mit diesen Ansätzen kann Ihr Business vom Boxsport profitieren!

Mit diesen Punkten können wir auch im Business punkten

  • Visionen authentisch vermitteln
  • Niederlagen als Motor nutzen
  • Kompetenzen vergeben und Vertrauen aufbauen
  • Keine Angst vor Schlagabtausch

Visionen authentisch vermitteln

Henry Maske hat in den 90er Jahren den Boxsport in Deutschland bekannt gemacht, entgegen aller Unkenrufe und Pessimisten. Er hatte eine Vision. Davon konnte ich mich bei einem Treffen im Rahmen des Wissensforums in Stuttgart überzeugen. Seine Geschichte ist stark.

Seine Vision: Boxen in Deutschland groß machen und dabei sportliche Erfolge erzielen!
Meine Frage an Sie: Was wollen Sie groß machen und welche Erfolge wollen Sie dabei erzielen?

Die Antwort dieser Frage ist Ihre Vision. Ihre tatsächlicher Glaube daran, lässt Sie Ihre Vision authentisch kommunizieren.

Niederlagen als Motor nutzen

Um neue Ideen auf neuen Geschäftsfeldern umzusetzen, müssen Sie Fehler machen. Die Frage ist aber: Wie gehen Sie mit eigenen Fehlern, wie mit denen Ihrer Mitarbeiter um?

Henry Maske hat seine Niederlagen als Motor genutzt, es beim nächsten Mal besser zu machen. Sein ganzes Team wusste bei einer Niederlage, was zu tun ist.

Was sieht Ihre Unternehmenskultur vor, wenn Wagnisse eingegangen werden und es dann schief geht. Was haben Mitarbeiter zu befürchten, wenn Sie freie Entscheidungen fällen, die nicht direkt zum Erfolg führen. Der Umgang mit Niederlagen sind ein klares Thema für mehr Mitarbeiterzufriedenheit. Die interne Kommunikation in Unternehmen bestimmt über die Erfolge nach außen hin.

Kompetenzen vergeben und Vertrauen aufbauen

Henry Maske verbindet sich vor einem Kampf nicht selbst die Hände – wie auch. In vielen Unternehmen übernehmen aber zu viele Führungskräfte und Firmenlenker die Arbeiten, die eigentlich Ihre Mitarbeiter ausführen sollten. Hier gilt: Ihre Mitarbeiter sind nur so gut, wie Sie sie anleiten. Wenn sie nicht das leistet, was Sie erwarten, dann tragen Sie dafür die Verantwortung. Vielleicht ist Ihre eigene Angst vor Fehlern zu groß und Sie sagen sich: Ich mach es lieber selbst. Dann sind Sie aber tatsächlich fehl am Platze. Es tut mir leid. Als Führungskraft vergeben Sie Kompetenzen, lassen Mitarbeiter wachsen und bauen Vertrauen auf. Viele haben auch Angst davor, dass Mitarbeiter ggf. besser werden und die eigene Position streitig machen. Wenn dass der Fall sein sollte, dann haben Sie vieles richtig gemacht. Hier dürfen Sie dann ruhig auch mal Hand anlegen: Klopfen Sie sich selbst auf die Schulter. Ein Mitarbeiter darf Ihren Platz einnehmen wollen.

Keine Angst vor Schlagabtausch

Es versteht sich von selbst, dass ein Boxer den Schlagabtausch nicht scheut. In vielen Unternehmen ist aber Deckung angesagt, wenn es hart auf hart kommt. Das ist Gift für die Unternehmensentwicklung. Stellen Sie klar, dass auch mal hart diskutiert werden darf. Dabei ist aber entscheidend, dass es sachlich zugeht. Persönliches hat dabei nichts zu suchen. Zugegeben: eine fruchtbare Diskussion ist nicht immer ganz leicht. Das hat einerseits mit unserer Erziehung und andererseits mit unserer Sozialisierung zu tun. Wir scheuen uns oft vor Auseinandersetzungen. Dieser Punkt bedarf ganz dringend einer Behandlung. Besonders dann, wenn die guten Argumente nicht ausgesprochen werden, weil ein Abhängigkeitsverhältnis beseht. Sprich: Der Mitarbeiter traut sich nicht, weil der Chef ihn feuern kann. Schaffen Sie bitte Abhilfe. Sie sind auf die Ansichten und Hinweise Ihrer Mitarbeiter angewiesen und brauchen unbedingt ein Umfeld, in dem auch Sie und Ihre Entscheidungen sachlich kritisiert werden können.

Wie erfolgreich wäre Henry Maske geworden, wenn keiner Ihnen auf seine Schwächen hingewiesen hätte und er nicht daran gearbeitet hätte. Eben. Lernen Sie davon und sehen Sie es sportlich.

Quellennachweis:
Spiegel / Gallup-Studie
WIRED / Interview mit Frank Thelen

2017-05-31T12:41:31+00:00