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100 Euro Mindestlohn für alle – Zeitvergoldung statt Zeitvergeudung!

In diesem Artikel lesen Sie:

  • Warum wir eine Inflation der Qualitätszeit erleben
  • Warum eine neue Zeitrechnung sinnvoll ist
  • Warum sich 100 Euro Stundenlohn für Unternehmen rechnen

Wir erleben eine Mega-Inflation der Qualitätszeit

Schon alleine die Vorstellung, dass ein Unternehmen jemanden pro Stunde bezahlt ist abstrus und ein Innovationskiller. Wie hoch ist die Motivation eines Mitarbeiters bei diesem Modell, seine Arbeit schnell zu erledigen? Sie geht gen Null. Er würde schneller fertig werden und weniger bekommen. Das fördert nicht innovatives Denken. Sicher, es gibt Modelle, bei denen nach Leistung vergütet wird – Akkordarbeit. Lassen wir diesen Punkt aber mal außer Acht. Hier geht es um wirtschaftliche Optimierung und das oft auf Kosten der Gesundheit. Kann man machen, hat aber nichts mit Qualitätszeit zu tun.

Nein, das Modell der stundenweisen Bezahlung ist tot. Mitarbeiter und Führungskräfte, die länger als nötig am Arbeitsplatz sitzen, sollten meiner Meinung nach eine Abmahnung bekommen.

Zeit ist relativ: Manchmal fliegt sie, manchmal kriecht sie. Qualitätszeit ist nicht durch die ablaufende Uhr definiert. Sie ist die Summe der Dinge, die wir tun, um an ein Ziel zu kommen oder einen Zustand zu erleben.

Um der Inflation entgegen zu wirken, gilt folgendes: Wir müssen unser Handeln und Wirken klar in den Fokus stellen und aus der „einfachen Zeit“ die wertvolle „Qualitätszeit“ machen. Sowohl im Business, als auch in der Freizeit, die komplett businessfrei bleiben muss, damit der Akku wieder aufgeladen werden kann. Zeit reichern wir mit unserem Handeln an.

Zeit ist ja tatsächlich der unumstößlichste Wert überhaupt. Läuft Sie doch für uns alle gleichmäßig und vor allem ab. Ja, Zeit ist endlich und irgendwann ist sie abgelaufen. Das sollten wir bei der aktuellen Zeitentwertung immer vor Augen haben.

Der Beginn einer neuen „Zeitrechnung“

Niemand bewirbt sein Produkt mit den Worten „Wir haben 3000 Stunden für die Entwicklung gebraucht.“ Zumal einem die besten Ideen für ein Projekt sowieso in Bruchteilen von Sekunden unter der Dusche kommen – weiß doch jeder. Das setzt aber eines voraus: Wir müssen uns vorher Wissen angeeignet haben, um es unter der Dusche (in Zeiten der Entspannung) reflektieren zu können. Das macht das Gehirn fast automatisch, wenn ihm denn mal Ruhe gegönnt wird.

Es braucht auch Zeit, um eine Expertise aufzubauen, damit Lösungen in kurzer Zeit herbeigeführt werden können. Zeit für eine gute Ausbildung und Weiterbildung. Das Anreichern von Wissen über die Zeit verhilft dabei, in kurzer Zeit gute Lösungen für das Hier und Jetzt zu finden. Gut, nun könnten Sie sagen: „jemand mit einer größeren Expertise und besserer Ausbildung bekommt einen höheren Stundenlohn.“ Das Modell „Stundenlohn“ ist tot – schon vergessen. Nein, bitte vergessen Sie das Modell komplett. Das Ergebnis steht im Mittelpunkt oder anders: Das Ergebnis ist das Mittel. Punkt.

Dazu ein kleiner Schwank aus meinem Netzwerk:

Mein Kollege, der Social-Media-Experte Felix Beilharz schrieb neulich einen → Artikel über ein Ausbildungsinstitut, dass Ihn für 22 Euro Stundenlohn gerne gebucht hätte. Das ist für einen Experten, der von mit seinen Vorträgen von Los Angeles bis Zürich unterwegs ist und von zahlreichen Fernsehanstalten immer wieder als Experte befragt wird, ein Honorar, bei dem offensichtlich eine „0“ weggelassen wurde. Dem war aber nicht so.

Ich habe Felix 2015 in New York kennengelernt und weiß, dass er Unternehmen und Institutionen mit seinem Wissen einen echten Vorsprung verschaffen kann. Das wurde aber nicht angefragt. Es wurde nach „Zeit“ gefragt. Da liegt der Fehler. Felix kann mit Sicherheit an ganz außergewöhnlichen Lösungen mitwirken, die Ihr Geld wert sein dürften.

Und damit kommen wir zum eigentlichen Thema.

Wir müssen neu über Arbeit und Zeit nachdenken

Sie haben es ja bereits gemerkt: Ich halte gar nichts von einem Lohn pro Stunde. Ein Mindestlohn ist tatsächlich auch nur ein Pflaster für die Seele. Was aus meiner Sicht passieren muss? Die konsequtente Freisetzung aller Potentiale. Vielleicht ist das Modell des bedingungslosen Grundeinkommens ein Ansatz? Keine Sorge um das Brot von morgen und dafür mehr Energie für sein Handeln. Sabbatical-Jahr auf finanzieller Sparflamme, um sich neu zu sortieren und in einem neuen Job zu neuer Leistungsfähigkeit zu finden. Das Thema der „Neuen Arbeit“ und dessen Vergütung ist noch nicht zu Ende gedacht. Ich durfte es aber schon mit hochkarätigen Persönlichkeiten, wie z. B. Prof. Frithjof Bergmann aus den USA in Berlin diskutieren. Die zukünftige Bezahlung von Arbeit sollte aber auf gar keinen Fall gewohnten Bahnen folgen. Wir sollten ganz neu darüber nachdenken.

Prof. Frithjof Bergmann aus den USA in Berlin bei der New Work Experience 2017.

Vergolden Sie Ihre Zeit und die Ihrer Mitarbeiter/innen:

100 Euro Mindestlohn für alle!

Natürlich provoziere ich mit dieser Headline. Worauf ich hinaus will ist folgendes: „Welche Absprachen finden zwischen CEOs, Führungskräften und Mitarbeitern statt?“ Ich gebe Dir Geld und Du mir Deine Zeit? Das reicht nicht.

Die Frage sollte lauten: „Was wollen wir zusammen unternehmen, um unseren Job für uns und unser Produkt für unsere Kunden und Märkte attraktiver zu machen.“ Unternehmen müssen ein Ziel definieren, dem die Mitarbeiter und Kunden mit Begeisterung folgen. Die Ideen, die daraus entstehen rechtfertigen einen höheren Stundenlohn. Vielleicht keine 100 Euro, aber eben doch nur ein Bruchteil von dem, was Unternehmen vom Markt mit dieser Grundeinstellung zurück bekommen.

Also mal ehrlich: Investieren Sie schon oder verprassen Sie noch. Betrachten Sie Honorare, Löhne und Gehälter einmal als Investition. Return on Investment (ROI) ist das Stichwort. Was kommt zurück? Denken Sie über Gehälter als Investor nach, nicht als Erbsenzähler. Wenn Ihnen ein/e Mitarbeiter/in wirklich glaubhaft versichern kann, dass sie/er das in sie/ihn investierte Geld mehrfach zurück kommt, dann steht der höheren Investition doch nichts im Wege –100 Euro wären Ihnen dann wahrscheinlich noch zu wenig. Ich weiß, meine These ist nicht konsequent an der Realität ausgerichtet. Muss Sie auch nicht sein. Ich will Sie ja nur zum Denken antreiben.

Fragen Sie beim nächsten Einstellungsgespräch doch mal, was einem Bewerber einfallen würde, um Projekte schneller zu erledigen, um früher Feierabend machen zu können. Spüren Sie das Kreativitätspotential, dass auch in Ihnen bei diesem Gedanken aufkommt? Genau dieses Potenzial gilt es zu beflügeln, um besser zu werden und Außergewöhnliches zu schaffen.

Genießen Sie Ihre Qualitäts-Zeit – in der Freizeit und im Business.

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2017-05-31T12:40:51+00:00